Im Rahmen des Studiums durften wir für ein Industrieunternehmen ein erlebnisorientiertes POS-Konzept entwickeln, prototypisch aufbauen, in einer realen Verkaufsumgebung testen und anschließend auswerten. Hier ein kurzer Einblick in das Projekt und meine persönlichen Learnings daraus.
Auftrag
Ziel des Projekts war es, die Wirkung eines Produkterlebnisses am Point of Sale zu untersuchen. Dabei ging es darum, herauszufinden, wie ein direkter Vergleich, eine verständliche Erklärung und eine reale Anwendungssituation die Wahrnehmung eines Qualitätsprodukts beeinflussen können.
Methodik
Gearbeitet wurde mit einem standardisierten Fragebogen und einer praktischen Testsituation vor Ort. Die Erhebung fand sowohl in einem realen Verkaufsumfeld als auch in einer kontrollierteren Testumgebung statt. Dadurch konnten unterschiedliche Rahmenbedingungen miteinander verglichen werden.
Ergebnisse in Kürze
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass ein direktes Produkterlebnis am POS sehr wertvoll sein kann. Viele Personen konnten Unterschiede in der Anwendung besser nachvollziehen, wenn sie das Produkt nicht nur erklärt bekamen, sondern es selbst erleben oder direkt beobachten konnten.
Besonders deutlich wurde auch, dass persönliche Erklärung eine wichtige Rolle spielt. Ein Produkt kann für sich allein wirken, aber eine Person vor Ort, die ruhig erklärt, einordnet und Fragen beantwortet, verstärkt diesen Effekt spürbar.
Der entscheidende Hebel: Fachexpertise
Der POS funktioniert nicht nur über Aufbau, Gestaltung oder Präsentation. Entscheidend ist auch, ob jemand vor Ort ist, der das Produkt verständlich erklärt und den Nutzen in einfachen Worten greifbar macht.
Für mich war das eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Projekt: Ein guter POS ist nicht nur ein Platz für ein Produkt. Er ist eine Möglichkeit, Anwendung, Qualität und Nutzen verständlich zu machen.
Weitere Muster aus dem Projekt
- Reale Verkaufsumgebungen liefern oft andere Eindrücke als kontrollierte Testräume. Menschen reagieren anders, wenn sie sich in einer echten Kaufsituation befinden.
- Viele Produktvorteile werden nicht automatisch erkannt. Sie müssen erlebbar gemacht und verständlich erklärt werden. Erst dann entsteht bei vielen Personen ein klarer Aha-Moment.
Gesamtfazit
Das Projekt hat gezeigt, dass erlebnisorientierte POS-Konzepte dabei helfen können, Qualitätsunterschiede verständlicher zu machen und die Wahrnehmung eines Produkts positiv zu beeinflussen.
Für mich persönlich war besonders lehrreich, wie wichtig eine saubere Vorbereitung, ein verständlicher Fragebogen und der direkte Kontakt mit Menschen vor Ort sind. In der Theorie wirkt vieles klar. In der Praxis zeigt sich aber schnell, ob ein Konzept wirklich funktioniert.
Mein größtes Learning: Ein guter POS ist kein Regal mit besserem Schild. Er ist eine Bühne für Erfahrung. Und wenn jemand danebensteht, der bodenständig erklärt, entsteht oft erst die eigentliche Wirkung.
Impressionen vom Teststand
